




Die Krimireihe von Marianne Feder über die unkonventionelle Rabbi Eli gehört zum Besten auf dem Buchmarkt. Bisher eher ein Insidertipp, doch nun ist der zweite Band, „Die Kur“ für den Krimipreis 2026 nominiert. Hören wir doch grad selber, was die Jury schreibt:
„In Marianne Feders Kriminalroman «Die Kur. Rabbi Elis zweiter Fall» steht eine unkonventionelle Ermittlerin im Zentrum, die sich weder von Autoritäten noch von gesellschaftlichen Erwartungen einschüchtern lässt. Rabbi Eli ist eine starke, aufgeklärte und kluge Frau: intellektuell ebenso überzeugend wie spirituell, selbstsicher und sich ihrer persönlichen Ausstrahlung durchaus gewiss. Ihre riskanten Nachforschungen führen sie in ein Geflecht aus Abhängigkeiten, verdrängten Wahrheiten und subtiler Manipulation. Besonders eindrucksvoll sind Feders profunde Kenntnisse der Theorie und Geschichte der Psychotherapie. «Die Kur» zeigt eindrucksvoll, wie therapeutische Autorität entsteht, Deutungshoheit missbraucht und vermeintliche Hilfe zum Instrument der Kontrolle werden kann.„
Die Schriftstellerin und Kunsttherapeutin Marianne Feder vermittelt in ihren Romanen moderne, liberale und vielschichtiges Bilder jüdischen Lebens in Europa und in N.Y. – mit Ausflügen in die jüdische Geschichte bspw. von Odessa. Die Romane unterscheiden sich deutlich von den konfliktdominierten Bildern vieler Nachrichtensendungen über Israel und das Judentum und sie sind, neben brillanten Dialogen und literarischen Leckerbissen unfassbar komisch. Kulturelle und historische Hintergründe verbinden sich bei Marianne Feder mit einem leichten Zug ins Absurde; die Stories sind unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich. Gerade in einer Zeit, die sich verstärkt mit Antisemitismus auseinandersetzen muss, ist dieser scharfsinnig gemachte Krimi von besonderer Aktualität – von Rabbi Eli und Marianne Feder werden wir in Zukunft noch viel mehr hören und erfahren. Das Gespräch zwischen der Schriftstellerin Marianne Feder und Regula Staempfli gehört zur wunderbaren Tradition des „sprechenden Denkens“ und macht Lust auf die Romane von Marianne Feder. Regula Staempfli würde sich ja über eine hochkarätige Netflix-Serie enorm freuen.
Die Musik ist von Marianne Feder, auf Youtube abspielbar, grossen Dank an die Künstlerin: https://youtu.be/Q472bng9UFo
