Merlic Rebecca digitale Kunst mit Glichbodies Variante

NFT, Kunsthandel, DerStandard & artcare: Ein Gespräch mit Gernot Schmidt-Schmiedbauer.

NFT, Kunsthandel, DerStandard & artcare: Ein Gespräch mit Gernot Schmidt-Schmiedbauer. NFT im STANDARD – Vom Papier zur Blockchain: Ein Gespräch mit Gernot Schmidt-Schmiedbauer. Ein Podcast von artisapieceofcake.art – auch für den FUTUREPODCAST TA-SWISS & SAGW, geleitet von Dr.phil. Regula Stämpfli, Vorstand swissfuture.
Gernot Schmidt-Schmiedbauer, Geschäftsführer von artcare at hat für die Kunstplattform eine orginelle Zusammenarbeit mit dem STANDARD für dessen 10.000 Ausgabe initiiert und mitorganisiert. Diese Zusammenarbeit war folgerichtig, da Gernot Schmidt-Schmiedbauer als Geschäftsführer von artcare.at über grosse Erfahrung im Bereich der digitalen Kunstplattformen und damit auch der neuen Technologien hat. artcare.at war eine der ersten Kunstplattformen, die den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit gab, ihre Werke direkt, analog und online, zu versteigern.

Aufgrund der Geschichte von artcare.at war es nur folgerichtig, dass DER STANDARD, die grösste österreichische Tageszeitung, nach dem us-amerikanischen Vorbild eine BENEFIZ-Versteigerung zur 10.000 Ausgabe mit NFTs durchführte. Diese Auktion fand als Online-Versteigerung am 22. Jänner 2022 09.00 Uhr statt und lief bis 5. Februar 2022 21.00 Uhr. Geplant war, dass das Siegerbild es auf die Titelseite der Jubiläumsausgabe des STANDARD schaffen.Gewonnen haben Michele die Modugno, der als freier Grafikdesigner in Wien arbeitet und die 1938 geborene Künstlerin Elisabeth Prantner, dessen Grossmutter. „Meta Citizen“ zierte die Jubiläumsausgabe (Bild). Unter ihrem Künstlernamen 3893 arbeitete das Künstlerduo – als Zusammensetzung ihrer Jahrgänge – schon länger mit NFT, weil die Technologie fasziniert. Regula Stämpfli plant in dieser Plattform des FUTUREPODCAST ein Gespräch mit den GewinnerInnen.

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Sona MacDonald & Regula Stämpfli im Gespräch: Rechnitz oder der Würgeengel von Elfride Jelinek

Sona MacDonald & Regula Stämpfli im Gespräch: Rechnitz oder der Würgeengel von Elfriede Jelinek im Josefstadt-Theater.

Zwei Jahre wurde die grandiose Inszenierung von Elfriede Jelineks „Rechnitz – der Würgeengel“ im Josefstadt-Theater in Wien pandemiebedingt verschoben. 2008 meinte Jelinek zum Stück, das die Ermordungs-Geschichte des „Lager Wald“ für Zwangsarbeitende erzählt: „Ein Schloss in Österreich. Jagdtrophäen an den Wänden. Boten und Botinnen kommen von überall her, zum Teil in desolater Abendkleidung, zum Teil als Fahrradkuriere gekleidet, sie laufen herein, in immer kürzeren Abständen, bis irgendwann einmal der Raum gedrängt voll ist. (…) man kann das natürlich, wie immer bei mir, auch vollkommen anders machen.“

Es wurde alles anders gemacht. Zum Glück. Das Wiener Josefstadt-Theater rief die Frauen. Anna Bergmann, die Regisseurin, Katharina Faltner, die Bühnenbildnerin, und die unhaltbar famose Best-Schauspielerin Sona Mac Donald machten aus dem Würgeengel von Jelinek Zeitgeschichte. Zwei Stunden ununterbrochen im Kugelschloss, Mörder schießen, bald zu Ermordende schaufeln riesige Gräben. Sprache, Lieder, Inszenierung, die unheimliche Präsenz der Gräfin und der die Toten besingenden Sona MacDonald bringen die Zuschauenden an den Rand einer unvergesslichen und bodenlosen Erschütterung. Ein ewiges Mitgefühl, das sich bei mir in haltloses Schreien hätte, seine Bahn brechen wollen, doch aus Gründen der gesellschaftlichen Normalität in ein, hinter der Maske stilles, aber noch über Stunden anhaltendes Schluchzen, münden musste.

Die Geschichte ist wahrlich furchtbar. 1945 werden in Rechnitz Menschen zwecks Unterhaltung der Naziparty-Gäste wie gejagt und erschossen. Es gibt jemanden, der erzählt. Die Botin, die brutal gute Elfriede Schüsseleder, verweigert sich aber jeglicher moralischer Haltung, sie ist „unzuständig in Moralfragen“ und recht eigentlich zum Kotzen. Sie ist die neue Sorte Mensch, die alles kommentiert, selber aber durch nichts lädiert wird. Sie erledigt im Handstreich über 200 Jahre Aufklärung. Allein Sona MacDonalds zauberhafte Stimme tröstet mit dem Geisterrezitativ aus Der Freischütz.

Die Täter sind die ewigen Mitmacher, deren böse Geister überall präsent bleiben – Untote, wie sie durch alle Jelinek-Texte spuken. Täter, die mir erst kürzlich in einer Vorstandssitzung wieder begegnet sind: Diese kläglichen Männlein und dieses Weiblein, das nicht selber denkt, sondern der Macht wie die Kultur der Suppe folgt. Doch die Toten geben eben keine Ruh, die Jelinek, die hört mit ihren Suaden nicht auf und dies ist auch richtig so.

Die MörderInnen von Rechnitz wurden nie bestraft. Das Wissen darum macht sprachlos; deshalb braucht es diese tosend stille Sprech- und Singpräsenz von Sona MacDonald. In der Nähe des Rechnitzer „Kreuzstadls“ wurden in den Märztagen 1945, kurz vor dem Einmarsch der Russen, über 200 jüdische Zwangsarbeiter, menschliche Sklavinnen und Sklaven gezwungen, eine fürchterlich tiefe Gruppe auszuheben. Die lokalen NS-Bonzen feierten bei der Gräfin Margrit Batthyány, und sie erschossen über 180 der jüdischen Menschen in einer Art Treibjagd, das Loch wurde zugescharrt, die Gräfin entkam in die Schweiz, wo sie fürstlich weiterlebte. Eine Thyssen, die Unternehmensfamilie, die sich von allen Nazigräueltaten weißgewaschen hat – der Bruder stiftete in Madrid eine unglaubliche Kunstsammlung, man ist schließlich kultiviert, Sascha Batthyány „Und was hat das alles mit mir zu tun?“ der Großneffe, der die Geschichte recherchiert. Er macht dies, weil Maxim Biller nachfragt. Doch trotz aller Recherchen: Die Ermordeten bleiben unauffindbar. Im Theater Josefstadt gräbt Sona MacDonald die Steine aus und singt zum Schluss ein Kaddisch, das das Herz zerreißt.

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Cindy Sherman: „Untitled #216“, 1989, fotografiert von laStaempfli

Raimund Deininger & Regula Stämpfli on Cindy Sherman, Feminismus, Pornografie, Menschenbild: Sprechen&Denken für artisapieceofcake.

Raimund Deininger & Regula Stämpfli on Cindy Sherman, Feminismus, Pornografie, Menschenbild: Sprechen&Denken für artisapieceofcake.Sie ist in so viele verschiedene Rollen geschlüpft, dass niemand sagen kann, wer Cindy Sherman WIRKLICH sein will, ausser, dass es sich immer um die FRAU als ANDERE handelt. Raimund Deininger und Regula Stämpfli über die grosse Künstlerin Cindy Sherman, die unzählige Künstlerinnen und Künstler inspiriert. „Ich mag über eine bestimmte Geschichte oder Situation nachdenken, aber ich bin nicht diese Person, auch wenn ich in der Arbeit vorkomme.“ „Untitled #216“ , entstanden zwischen 1989 und 1990, porträrtiert Geschichte in einer Serie von 35 Kompositionen, die zu Klassikerinnen der zeitgenössischen Kunst gehören. Cindy Shermans Körper rekonstruiert die Alten Meister. Sie malst, fotografiert, collagiert denkend sprechend.Eine Bildikone des 15. Jahrhunderts, Jean Fouquets Madonna von Melun, die die Gesichtszüge von Agnès Sorel, der Mätresse König Karls VII. tragen soll, diente ihr in „Untitled #216“: Sie ist die Madonna für alle Menschen vor allem in einem Zeitgeist, der Frauen mehr und mehr unsichtbar machen will. Die „Virgo lactans“ – die Jungfrau als nährende Mutter, bei Cindy Sherman vollbusig erotisch, grossartig. Hier fotografiert von laStaempfli.Raimund Deininger und Regula Stämpfli nähern sich Cindy Sherman in einem Gespräch zur Kunstgeschichte, der Unsichtbarkeit der Frauen, der patriarchalen Strukturen der Kunst, dem Kunstmarkt und den grossen aktuellen Künstlerinnen unserer Zeit. Wie immer: Sehr authentisch sprechendes Denken der zwei Menschen, die sich im Berufsleben und als Menschen daran erinnern: Kunst verändert aller Leben.

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„TON-Artist of Many“: Sigtryggur Berg Sigmarsson talks to Regula Stämpfli about Klangwerk and other Skizzen.

Sigtryggur Berg Sigmarsson is probably most known for his energetic performances at a wide array of venues. His approach is that of the trembling artist, struggling to make sense and direction out of a creative impulse. Regardless of the medium, there is a continuous search for order and chaos throughout his body of work. With his series of drawings TON-Artist of Many: Sygtryggur Berg Sigmarsson talks to Regula Stämpfli about Klangwerk and other Skizzen. Sigmarsson distorts the normal, daily life by drawing very common objects in an abstract way. For some time he has been releasing solo recordings with albums on Trente Oiseaux, ERS, Helen Scarsdale, Fire Inc., Hanson Records, Bawag Contemporary Vienna, Korm Plastics, Bottrop Boy, Ultra Eczema and De Player. Sigtryggur currently lives and works in Hannover, Germany.

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Postkarten & offene Gesellschaft. Der Mann für Postkarten mit „Bionade“-Hintergrund: Frank Dehner im Gespräch mit Regula Stämpfli

Der Postkartenkünstler mit „Bionade“-Hintergrund: Frank Dehner im Gespräch mit Regula Stämpfli

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